Indianer 1821 - 1898


Indianer von 700 bis 1565
Indianer 1605 - 1819
Indianer 1821 - 1898
Indianer 1922 -2000


1821 - 1898
Der Gelehrte Sequoyah, ein Cherokee, erarbeitet in zwölf Jahren eine Silbenschrift für die Sprache seines Volkes. Sieben Jahre später erscheint die Wochenzeitung "Cherokee Phoenix" in dieser Schrift und in Englisch.

1824
Das Bureau of Indian Affairs (BIA) wird gegründet. Es wird dem Kriegsministerium unterstellt.  

1825
Die Chippewa, Sauk, Fox, Menominee, Iowa, Sioux, Winnebago, Ottawa und Potawatomi handeln mit Washington die Grenzen ihrer Territorien aus. Doch bis 1850 spricht die Regierung Siedlern so große Ländereien zu, dass die Stämme schließlich in die Ebenen westlich des Mississippi zurück weichen.

1830
Politik der Umsiedlung durch den "Indian Removal Act". Der Indian Removal Act stellt Finanzmittel zur Umsiedlung aller noch östlich des Mississippi lebenden Indianer in die heutigen Staaten Oklahoma und Kansas bereit.

1835 bis 1842
In den Sümpfen Floridas fand der Guerilla-Krieg der Seminolen-Häuptlinge Osecola und Coacoochee statt.

1835 bis 1837
Krieg gegen die Creek in Alabama.

1837
Tausende Indianer sterben am oberen Missouri an den Pocken.  

1838
Die Cherokee wurden in das ferne Oklahoma umgesiedelt. Auf dem "Pfad der Tränen" kommen 4.000 von 15.000 der aus dem Südwesten vertriebenen Cherokee um.

1846 bis 1864
Die Navajos führten im heutigen Nordost-Arizona und nordwestlichen New Mexico einen Krieg um ihre Unabhängigkeit.

1848
Gold in Kalifornien: Glückssucher strömen in den Westen. Die USA gliedern sich nach siegreichem Krieg gegen Mexiko die Gebiete der heutigen Bundesstaaten Kalifornien, Utah, Nevada, Colorado und Arizona ein.

1851
Vertrag von Fort Laramie
  
1861 bis 1886
Im amerikanisch-mexikanischen Grenzgebiet fanden Apachenkriege statt.

1862
Die erste große allgemeine Sioux-Revolte unter Häuptling Little Crow brach in Neu-Ulm in Minnesota aus.

1864
Massaker der US-Kavallerie am Sand Creek, Colorado Territory. Hunderte von Indianern werden niedergemetzelt. Die Überlebenden erhalten Schadensersatz aus Washington. 8.000 Indianer, größtenteils Navaho, werden im Konzentrationslager Fort Sumner, New Mexico, interniert. Sie dürfen erst vier Jahre später in ihr angestammtes Land zurückkehren. Dort haben Soldaten inzwischen ihre Häuser zerstört, die Schafherden getötet und die Felder vernichtet.  

1862
Zweiter Vertrag von Fort Laramie

1869
Vollendung der transkontinentalen Eisenbahnstrecke

1870 - 1871
Unter den Blackfoot, Assiniboin und Creek wütet eine Pockenepidemie

1871
Indianervölker gelten nicht mehr als souveräne Nationen. Landbesitz-Fragen werden von jetzt an durch Regierungsverfügungen geregelt.

1873 - 1874
Buffalo War: Die Cheyenne, Arapaho, Comanche und Kiowa versuchen vergebens mit Gewalt die letzen Bisonherden in Oklahoma und Texas vor den weißen Jägern zu retten. Mit der fast völligen Ausrottung dieser Wildrinder verlieren die Indianer der Great Plains ihre Lebensgrundlage.  

1874
Die Comanchen und ihr Oberhäuptling Quanah Parker wurden im Palo Duro Canon von der US-Kavallerie besiegt.

1876
Vernichtung des 7. US-Kavallerie-Regiments unter Lieutenant Colonel Custer am Little Big Horn durch eine gewaltige Indianerstreitmacht unter Leitung von Crazy Horse und Unterstützung von Sitting Bull.

1877
Die Nez Percés absolvierten mit ihrem Häuptling Chief Joseph einen elfwöchigen Gewaltmarsch. Kurz vor der rettenden kanadischen Grenze mussten sie vor der Übermacht der Blauröcke kapitulieren.

1880
Mit der Boarding School Policy sollen Indianerkinder in Internaten "zwangszivilisiert" werden. Ihnen wird unter anderem verboten ihre Muttersprache zu gebrauchen.

1887
Der Dawes General Allotment Act bestimmt die Aufteilung des Reservatlandes an einzelne Stammesmitglieder - und so praktisch die Auflösung der Stämme. Die Indianer sollen langfristig zu Steuer zahlenden amerikanischen Bürgern gemacht werden.  

1890
Eine Sioux-Gruppe unter Führung von Big Foot wurde abgeschlachtet. Diese Schlacht gilt als die letzte Schlacht der Indianerkriege und findet am Wounded Knee Creek statt - es ist ein Blutbad. Sitting Bull wird erschossen.
Es fand auch die Verbreitung des Geistertanzglaubens durch den Paiute-Seher Wowoka in den Sioux-Reservaten statt.  

1898
Mit dem Curtis Act beendet der Kongress in Washington auch formal die Souveränität der Indianer über Stammesland.


Indianer von 700 bis 1565
Indianer 1605 - 1819
Indianer 1821 - 1898
Indianer 1922 -2000