Indianer von 700 bis 1565


Indianer von 700 bis 1565
Indianer 1605 - 1819
Indianer 1821 - 1898
Indianer 1922 -2000


700 -1300
In der Kultur der Anasazi gab es Priester, Händler, Bauern und Jäger. Sie bewässerten die Wüste und bauten Städte in Steilwänden der Canyons. Vom 8 Jhd. an schufen sie die höchst entwickelte Kultur Nordamerikas. Um 1300 verließen sie ihre Felsensiedlungen und verschwanden aus der Geschichte.

875 - heute
Die Kultur der Patayan entlang des Colorado im westlichen Arizona fällt in diese Zeit. Die Patayan sind Bauern, aber auch noch Jäger und Sammler. Von den Hohokam haben sie im 9. Jahrhundert Feldbau- und Keramiktechniken übernommen. Vermutlich sind die Patayan Vorfahren der heutigen yumasprachigen Völker (wie der Yuma, Yavapai und Cocopa).

900 - 1600
Die Fort Ancient ist eine Kultur am oberen Ohio-Tal, deren Angehörige dort die berühmten Bildhügel dieser Region anlegen. Es gibt Darstellungen von Schlangen, Alligatoren und anderen, bis zu 382 Meter langen Kreaturen. Was die Bildwerke bedeuten, ist unbekannt.

1000 - 1500
Die bäuerliche Kultur im Mississippi-Tal führt Traditionen der Hopewell fort. Um 1000 entstehen Städte, die durch Allianzen und Tributverpflichtungen miteinander verbunden sind. Die bekannteste Metropole ist Cahokia (nahe dem heutigen St. Louis, Illinois). In ihrer Blütezeit (1050-1250) zählt sie etwa 20.000 Einwohner auf rund 12 km². Als die Europäer im 17. Jhd. den Mississippi erreichen, ist diese Kultur bereits verfallen. Nur das Sonnenkönigtum der Natchez überdauert bis ins 18. Jahrhundert.

1400 - 1600
Die Irokesen-Liga wurde gegründet. Irgendwann in dieser Zeit vereinen sich die Mohawk, Oneida, Onondaga, Cayuga und Seneca zur "Konförderation der fünf Ratsfeuer". Sie wird zur führenden politischen Macht des Nordostens und 1715 treten die Tuscarora bei. Nach dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg (1775-1783) spaltet sich der Bund in einen amerikanischen und einen kanadischen Teil, die beide bis heute existieren.

12.10.1492
Kolumbus "entdeckt" Amerika und landet auf der Bahama-Insel Guanahani und kurz darauf auf Hispaniola (dem heutigen Haiti).

1493
Auf Hispaniola wird Navidad gegründet, die erste spanische Siedlung Amerikas. Nun kommen auch Pferde und Schweine in die Neue Welt.

1497
Der Genueser Kapitän Giovanni Caboto, der sich in englischen Diensten John Cabot nennt, erreicht den amerikanischen Kontinent auf der Höhe von Labrador oder Neufundland und erklärt es zum Besitz der britischen Krone. Doch seine Landung bleibt folgenlos - von einer zweiten Reise kehrt er nicht mehr zurück.

1501
Die ersten schwarzen Sklaven werden nach Amerika verschleppt.

1513
Der Spanier Juan Ponce de León, Gouverneur von Hispaniola, entdeckt Florida und entführt einige der dort lebenden Indianer als Sklaven.

1519
An den von Spaniern eingeschleppten Pocken sterben über ein Drittel der Indianer auf Hispaniola.

1519 bis 1521
Als die Spanier im Jahre 1519 an der Küste Mexikos in der Nähe der heutigen Hafenstadt Vera Cruz landeten und mit 508 Soldaten unter der Führung von Hernán Cortéz auf Tenochtitlán marschierten, zählte die Bevölkerung der aztekischen Hauptstadt etwa 300.000 Personen (60.000 Haushalte) und das gesamte Reich ca. 1,5 Millionen Einwohner. Zwei Jahre später war der Untergang der Azteken besiegelt.In der "noche triste", der Nacht der Trübsal (10.07.1520), gelang es dem spanischen Feldherrn, der von einer vielfachen Überzahl aztekischer Krieger hart bedrängt wurde, sich mit einer kleinen Gruppe aus der Stadt abzusetzen.Ein Jahr später rächten sich die Spanier für das erlittene Ungemach mit der systematischen Vernichtung Tenochtitláns, das nach 107 Tagen Kampf und Belagerung dem Erdboden gleich gemacht wurde. Der Aztekenherrscher Montezuma wurde gefangen genommen.Die gewaltigste Stadt der damaligen Welt, die im 16. Jahrhundert fünfmal größer war als London, versank in Schutt und Asche. Das Venedig der Neuen Welt war ein Opfer der Goldgier der Spanier geworden.

1521
Zum zweitenmal reist Ponce de León nach Florida, greift die Calusa-Indianer an, verliert die Schlacht und wird tödlich verletzt.

1537
Papst Paul III. versucht erfolglos, die Versklavung der Indianer zu verbieten.

1539 - 1542
Hernando de Soto marschiert auf der Suche nach Gold durch Florida, Georgia, die Carolinas und dann zum Mississippi. Er nimmt 1540 die legendenumwobene Fürstin von Cofitachequi als Geisel und stirbt 1542 an einem Fieber. Die Spanier ziehen sich zurück, nachdem sie von den Natchez angegriffen worden sind.

1540
Francisco Vázquez de Coronado unternimmt eine Expedition ins Land der Pueblos.

1559 bis 1570
Der Mohawk-Sachem Hiawatha gründete die irokesische Fünf-Nationen-Konfördertation (Senecas, Onondagas, Cayugas, Mohawks und Oneidas)

1565
St. Augustine in Florida von Spaniern gegründet, die erste dauerhafte Kolonie auf dem Gebiet der späteren USA.


Indianer von 700 bis 1565
Indianer 1605 - 1819
Indianer 1821 - 1898
Indianer 1922 -2000